*Erfahrungsbericht* – ist das zweite Buch einfacher zu scheiben als das erste Buch?

Wenn die Erwartungen zu schwer werden, können auch solide Wortgebilde kollabieren

Hallo du,

 

das zweite Buch hah? Wahnsinn. Vor einem Jahr habe ich nicht richtig daran geglaubt, jemals ein Buch zu veröffentlichen.

Mein erstes Buch Splitter ist ein kurzer Gedichtband, mache würden sagen, es ist gar kein richtiges Buch. Aber spielt das überhaupt eine Rolle? Für mich geht es um die Gedanken dahinter. In meiner „Hommage an dünne Bücher“ habe ich dieses Thema schon angekratzt. Nur weil ein Buch mehr Seiten hat, ist es nicht mehr wert.

So kommt es also, dass ich ein zweites Buch, wieder einen kurzen Gedichtband, veröffentliche. Die Gedichte sind fertig geschrieben und abgestimmt in einer Datei untergebracht. Ein lieber Mensch möchte für mich den Buchsatz machen und vorher noch einmal testlesen.

An dem Buchcover möchte ich mich (noch einmal) selbst versuchen. Ja, das ist ein Streitpunkt. Viele sagen, man kann sein eigenes Cover nicht selbst gestalten. Ich versuche es trotzdem und werde berichten…

 

Wird das schreiben mit der Zeit einfacher?

Ja und nein. Einiges wird einfacher, da du mehr Übung hast, anderes wird aber tatsächlich schwerer. Zumindest war das bei mir so.

 

Was wird leichter?

  • Du tippst schneller. Egal ob zehn,- oder zwei Fingersystem, je mehr du tippst, desto effektiver wirst du.
  • Du kannst besser mit dem Schreibprogramm deiner Wahl umgehen und sparst so Zeit, die richtigen Funktionen zu finden.
  • Auch hast du den Aufbau eines Buches im Kopf. Sei es ein Fachbuch oder eine leichte Romanze, du musst nicht mehr jeden Unterpunkt planen, denn dir ist der Aufbau schon klar.

Was wird schwieriger?

  • Die Erwartungen an dich selbst sind größer als zuvor. Immerhin weißt du ja jetzt, wie das Plotbunny läuft nicht wahr? Doch jedes Buch ist anders und auch du bist jeden Tag anders. Du entwickelst dich und hast auch schwere Phasen zu durchstehen. Es wird immer Zeiten geben, in denen du nicht gut schreiben kannst.
  • Der Gedanken, der für mich am schwersten wiegte war: „Kann das zweite Buch so gut oder sogar besser als das erste werden?“
  • Die Erwartungen von fremden Menschen werden mehr. Fans warten auf das nächste Buch und auch der Amazon-algorhytmus wird nicht auf dich warten.

Fazit:

Für mich wurde alles was Technik und Handwerk betrifft einfacher, wohingegen mein Kopf mir mehr Probleme bereitet hat.

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

*Lyrik* – Experimente mit Industrieposie

Hallo du,

 

heute hatte ich richtig Lust, auf ein paar lyrische Experimente. Gedichte lassen sich in unendlich viele Kategorien einteilen. Nach Epochen, nach sprachlichen Struckturen, nach Farbe?

Heute möchte ich mich der „Industrieposeie“ experimentiere. So wie es Urbanfotografie gibt, könnte es doch Lyrik geben, die aus dem Habitat der Stadt entwächst. Die Gedanken in ungewohnte Richtungen zu lenken hat mir schon eineige meiner liebsten Gedichte beschert. Dieses hier mag ich auch ganz gerne, aber es geht noch besser.

 

Stadtrhythmus

 

Der Schweif der Katze wippt

im Takt der Stadt

Ihre Augen reflektieren deine Gefühle

 

Pfützen auf dem Teer

beherbergen deine Tränen

gelöst in Regenwasser

 

Die Tauben gurren

schneller als dein Herz heut schlägt

Semmelbrösel unter den Schuhen

 

Deine Finger tippen an jede Zaunlatte

Das Baumherz schlägt

schon lang nicht mehr

 

*Aktion* – Frühlingsaktion „Hasensuche“ gewinne eine namentliche Erwähnung im Buch

Hallo du,

*Aktion beendet. Gewonnen hat Pohaku (:*

die Blumen sprießen und die goldenen Hasen verlassen ihre Erdhöhlen. Ich finde, es ist wieder an der Zeit, eine kleine Blogaktion zu starten. Mein Blogmaskottchen Lumi hatte eine tolle Idee (:

 

Finde die drei goldenen Hasen, um eine namentliche Erwähnung in meiner nächsten Buchveröffentlichung zu gewinnen.

So sehen die Hasen aus:

Bitte lies die Teilnahmebedingungen:

Die Aktion läuft vom 05.04.2019 bis zum 21.04.2019. Am 21. wird um 18 Uhr der Gewinner ausgelost.

Um teil zu nehmen musst du bis zum 21.04 um 17 Uhr drei Screenshots von den drei goldenen Hasen machen

Diese musst du mir zuschicken. Wahlweise über Twitter unter dem Aktionstweet, per Direktnachricht auf Twitter, per E-Mail an archiv-der-fantasie@gmx.de oder als Beitrag unter diesem Blogbeitrag

Konkret besteht der mögliche Gewinn aus einer namentlichen Nennung in meiner nächsten Buchveröffentlichung. Du kannst dich auch mit einem Pseudonym, Künstlernamen oder Kürzel in meinem Buch verewigen lassen. Welches Buch ich als nächstes veröffentliche ist dabei unerheblich. Die Veröffentlichung findet im Jahr 2019 statt

Der Gewinn ist nicht übertragbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Auch kann der Gewinn nicht ausbezahlt oder umgewandelt werden

 

Tipps:

Es verstecken sich drei Hasen auf der Webseite. Du findest sie in Blogbeiträgen aus dem Jahr 2019, den Fuß,- oder Seitenleisten sowie auf den Seiten „Über mich“, „Lesestoff“ oder „Buchprojekte“

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Hasensuche (;

 

Falls dir dise Aktion gefällt, wurde ich mich über deinen Besuch auf meiner Patreonseite freuen (;

*Erfahrungsbericht* – Mein Gedicht in einer Anthologie

Hallo du,

 

Warnung: Matthias Matting hat mich über die Selfpublisher-Gruppe auf Facebook darüber aufmerksam gemacht, dass an verschiedenen Stellen vor der „BdG“ gewarnt wird. Ich hatte zwar keine negativen Erfahrungen, werde das aber natürlich recherchieren und in den Beitarg einarbeiten.

 

Bis der Beitrag bearbeitet ist, diesen bitte mit vorsicht genießen. Hier der alte Beitrag:

 

ich kann gar nicht glauben, dass ich nie richtig darüber geschrieben habe. Letztes Jahr durfte ich eines meiner Gedichte den gesammelten Werken der „Bibliothek deutschsprchiger Gedichte“ veröffentlichen. Ich habe nichts gewonnen (Die ersten Plätze können jedes Jahr Geld und Sachpreise gewinnen) aber das macht gar nichts.

Alleine, dass eines meiner Gedichte von jemand Fremden für „okay genug“ befunden und in die Welt geschickt wurde, ist fantastisch. Ein ganz anderes Gefühl, als selbstbestimmt etwas zu veröffentlichen. Man gibt einen Teil seiner Kontrolle ab und gewinnt dadurch an anderer Stellen.

Für mich ist es eine ganz große Sache, für die Betreiber nur ein paar einzelne Worte in einem jährlich erscheinenden (sehr dicken) Gedichtband.

Meine Erfahrungen:

 

Oft erfordern Schreibwettbewerbe und Ausschreibungen viel zusätzliche Arbeit. Da das Thema für das eingereichte Gedicht immer frei wählbar ist, hat man es hier sehr leicht. Das Gedicht darf sogar schon veröffentlicht worden sein.

Die Teilnahme an der Auslosung war unkompliziert und ich werde bestimmt wieder daran teilnehmen.

Auch für Informationen über Dichter und Dichterinnen eignet sich diese Webseite sehr gut. Ein weiteres lustiges Feature ist der „Reimautomat“ der nach Eingabe einer Wortendung mögliche, passende Worte ausspuckt. Reime müssen für mich zwar nicht unbedingt ins Gedicht, aber manchmal geben sie das gewisse etwas.

Negativ fand ich nur, das ich nun immer mal wieder Werbung im Briefkasten habe, was in Zeiten von E-Mails nun wirklich nicht mehr sein müsste. Auch um die Umwelt zu schonen würde ich es begrüßen, wenn diese Werbung in Zukunft nicht mehr zu mir nach Hause kommt.

Einen eigenen Gedichtband erstellen?

 

Die Bibliothek der deutschsprachigen Gedichte bietet auch an, einen Gedichtband herzustellen und für dich zu veröffentlichen.

Ich möchte hier keine Ratschläge geben. Überprüfe dieses Angebot und vergleiche es mit anderen Möglichkeiten. Eine Veröffentlichung über Distributoren kostet oft nicht viel.

 

Ich hoffe dieser Erfahrungsbericht hat dir geholfen. Wenn du mich und diesen Blog unterstützen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du auf meiner Patreonseite vorbeischaust.

 

*Erfahrungsbericht* – Was ich schreibe, wenn ich nicht schreiben kann (Schreibtipps)

Hallo du,

 

heute möchte ich ganz locker darüber erzählen, was ich schreibe, wenn ich eigentlich nicht schreiben will/kann/müde bin…

 

Schreibe verschiedenartige Texte:

Die eine Sache, die mich schon so oft aus einem Tief geholt hat ist, verschiede Arten von Text zu produzieren. Es ist, als würdest du eintönige Fabrikarbeit erledigen, wenn du immer nur ein und die gleiche Art an Text aus deinem Gehirn saugst. Mit „Art“ meine ich dabei nicht unbedingt die verschiedenen Genre. Blogartikel schreiben sich ganz anders als Kurzgeschichten und diese sind wiederum meilenweit von Lyrik entfernt. Ein langes Buch schreibt sich anders, als eine kleine Erzählung, auch wenn beide im gleichen Genre spielen.

Eine Mischung aus sehr kreativen und bodenständigen Texten macht es leicht, in schwierigeren Zeiten wenigstens irgendetwas zu schreiben.

 

Mach Pause – länger als du denkst

Oft hilft auch eine längere Auszeit. Auch wenn du dich nach ein paar Tagen Schreibpause schon besser fühlst, oft bist du erst richtig erholt, wenn du etwa zwei Wochen mal nichts machst. Klar, du könntest in der Zeit in der du Pause machst arbeiten, aber oft bist du nach einer Pause viel produktiver, als wenn du dich da durch gequält hättest. Mach immer ein bisschen mehr Pause, als du augenscheinlich brauchst, wäre hier mein Tipp.

 

Nimm einen alten Text und verlängere ihn

In fast jeder Geschichte stecken Details, die nicht erzählt werden. Entdecke diese für dich, selbst wenn sie es nicht in die veröffentlichte Version schaffen.

Wenn dir die Kraft für etwas Neues fehlt kannst du so vielleicht ein paar hundert Wörter schreiben. Manchmal kommt dir so auch eine Idee für einen weiteren Teil einer Serie oder besonderen Content, den du mit deinen Fans teilen kannst.

 

Das wäre es für heute mit meinen Tipps. Lass dich nicht von Schreiben abhalten (;

 

*Erfahrungsbericht* – Lass dir deinen Text laut vorlesen / Schreibtipp mit Vor,- und Nachteilen

Hallo du,

 

ich hatte vor kurzem Probleme mit meinem Laptop und habe ihn deshalb neu aufgesetzt. Zur Überbrückung verwende ich momentan die 30-Tage Testversion von Office 365, genauer gesagt die Wordversion daraus.

Dadurch bin ich zum ersten Mal auf die „Vorlesen“ Funktion gestoßen. Diese ist auch in anderen Wordversionen enthalten, jedoch nicht so offensichtlich platziert. Wenn man nicht danach sucht, findet man sie kaum.

Neugierig klickte ich also auf den Button und wow, diese Computerstimme war ja richtig angenehm. Die Betonung ist des Öfteren daneben, aber ansonsten wirklich nicht schlecht. Ich ließ mir also meine Engelskindergeschichte vorlesen, an der ich gerade arbeite.

 

Vorteile die du hast, wenn du dir deinen Text laut vorlesen lässt:

 

  • Du entdeckst Fehler die dir bisher entgangen sind. Seien es fehlende Buchstaben oder Wörter, die die Stimme dann natürlich nicht vorliest oder Rechtschreibfehler. Diese fallen einfach auf, wenn sie nicht als Ton zu dir dringen.

 

  • Nebenbei kannst du deinen Text in Hinblick auf Lesbarkeit und Betonung verbessern.

 

  • Du kannst an deinem Text feilen, ohne dauernd auf den Bildschirm starren zu müssen. Betrachte es als ein Hörbuch, lehne dich zurück und genieße. Wenn dir ein Fehler auffällt, kannst du einfach auf die Pausetaste drücken und ihn ausbessern.

 

  • Du bekommst (teilweise) eine Idee davon, welche Stimmungen deine Worte transportieren

 

  • Zusätzlich hat es mir dabei geholfen, die Längen der einzelnen Kapitel (nur bei längeren Geschichten) besser abzuschätzen.

 

  • Auch bekomst du ein Gefühl dafür wie es ist, deinen Text jemand Fremden zu überlassen. Auch wenn es nur eine Stimme ist. Deine Herzensworte verlassen deine schützenden Mauern – ohne dass du Konsequenzen wie schlechte Kritik fürchten musst.

 

Nachteile (gibt es welche?) :

 

  • Ich konnte bisher keine finden. Natürlich kannst du in der Zeit dann nichts anderes machen… Aber was will man schon anderes machen als sein Schreiben zu verbessern.

 

Anstatt eine Computerstimme lesen zu lassen, kannst du natürlich auch eine lieben Menschen dazu bitten, oder dir selbst vorlesen.

Aber dann engehen dir witzige Sachen. Meine Stimme las den Ausdruck „Hatschiiiiii“ nähmlich nur Buchstabe für Buchstabe: Hah, Aa, Tee, Sch, dreizehnmal iiii. Ich denke, für solch ein Kunstwort sind einfach keine Aufnahmen vorhanden und der Computer weicht auf die einzelnen Buchstaben aus. Das er dabei häufig vorkommende Buchstaben mit eine gesprochnen Zahl zusammenfasst, ist aber echt witzig.

 

Ich hoffe, diese Tipps haben dir geholfen.

 

Alles Liebe

Laura

 

*Kurzgeschichte* – Engelskinder (Schreibwettbewerb von Books on Demand)

Engelskinder – symbolisch

 

Hallo du,

auch dieses Jahr nehme ich am Schreibwettbewerb von Books on Demand teil. Ich möchte dir heute meine erste endgültige Fassung zeigen. Dann habe ich noch die Fassung, die ich dann tatsächlich eingereicht habe.

Ich musst meinen, eigentlich fertigen Text nochmals kürzen, da es bei dem Schreibwettbewerb eine Begrenzung auf 2.000 Zeichen gibt. Überraschend für mich war es hart, sowohl auf eine (enge) Deadline hinzuarbeiten als auch nur so wenige Worte verwenden zu dürfen. Vielleicht hilft dir der Vergleich dieser beiden Geschichten so viel, wie mir das Schreiben der beiden geholfen hat (;

PS: Diese Geschichte bekommt in naher Zukunft noch eine „Verlängerung“ sprich ein anderes Ende.

 

Engelskinder (ungekürztes Original)

Die weiße Masse unter ihren Füßen war matschig. Sie sank nur ein paar Millimeter in die Wolke ein. Bald würde die Wolke abregnen, aber sie hatte nichts davon. Sie lief auf der falschen Seite herum. Erst wenn sie ihre Flügel bekam, konnte sie den Regen von unten nach oben betrachten. Aber das war nur ein Zusatz. Sie umklammerte Maros Hand fester. Gleich musste sie ihn loslassen. Ein paar Meter und sie standen vor dem Berg aus Wolken. Maro drehte sich zu ihr. Er flüsterte.

„Du schaffst das schon, Celia.“

Sie nickte. Er lockerte ihre Hand, mit der sie ihn noch immer fest umklammert hielt. Er zwinkerte und sie ließ ihn langsam los.

Sie dufte nicht zurücksehen. Und nichts wollte sie mehr. Die erste Regel lautete, dass jedes Kind allein gehen muss. Maro war irgendwo hinter ihr, zusammen mit den anderen. Sie trat so nahe an den Wolkenberg, dass sie spürte, wie ihre Nase in den Wolken versank. Sie begann zu klettern. Es war anstrengend, denn die Wolke war von Hügeln und Tälern übersäht. Die Zweite Regel lautete, dass sie nicht ruhen durfte sobald sie den Aufstieg begonnen hatte. Die Sonne ging unter und ließ sie im Halbdunkeln zurück. Als die Sterne schon lange am Himmel standen erreichte sie die Kante und zog sich keuchend nach oben. Sie atmete tief durch und sagte mit fester Stimme:

„Ich bin hier, um meine Prüfung abzulegen.“

Es war niemand zu sehen und trotzdem antwortete ihr eine sanfte Stimme.

„Dann erzähle mir, warum du deine Flügel erhalten möchtest.“

Sie stutzte, da sie nicht mit einer so einfachen Frage gerechnet hatte. Sie überlegte und entschied sich dafür, noch einmal nachzufragen.

„Ist das wirklich meine einzige Frage? Und darf ich darauf mehrere Dinge antworten? Es gibt so viele Gründe, weshalb ich meine Flügel brauche.“

„Ja das ist deine Frage. Wenn es für dich mehrere Antworten gibt, erzähle mir bitte alle.“

„Ich möchte die Wolke verlassen können. Ich möchte andere Wolkenlandschaften und Engelkinder kennenlernen. Arbeiten möchte ich auch unbedingt. So wie meine Tante, die für die Wolkenfarben zuständig ist.“

„Ist das alles?“

Sie wurde ein bisschen rot, nickte aber.

„Dann geh, ich kann dir deine Flügel nicht geben.“

„Was? Aber warum?“

Ihre Augen füllten sich mit Tränen und sie sackte zusammen. Die dritte Regel lautete, dass jedes Engelkind reinen Herzens und ehrlich sein musste.

 

Engelskinder (Version für den Wettbewerb)

Bald würde die Wolke abregnen, aber sie hatte nichts davon. Sie lief auf der falschen Seite herum. Erst wenn sie ihre Flügel bekam, konnte sie den Regen von unten nach oben betrachten. Sie umklammerte Maros Hand fester. Gleich musste sie ihn loslassen. Ein paar Meter und sie standen vor dem Berg aus Wolken. Maro drehte sich zu ihr.

Er flüsterte: „Du schaffst das, Celia.“

Sie nickte. Er lockerte ihre Hand, mit der sie ihn noch immer fest umklammert hielt. Celia ließ ihn los.

Sie dufte nicht zurücksehen und nichts wollte sie mehr. Die erste Regel lautete, dass jedes Kind allein gehen musste. Sie trat so nahe an den Wolkenberg, dass sie die Feuchtigkeit der Wolke einatmen konnte. Sie begann zu klettern. Die zweite Regel lautete, dass jedes Kind den Aufstieg bis Tagesanbruch schaffen musste. Die Sterne fingen an zu verblassen, als sie die Spitze erreichte. Sie atmete tief durch und sagte:

„Ich bin hier, um meine Prüfung abzulegen.“

Es war niemand zu sehen. Trotzdem antwortete ihr eine Stimme.

„Dann erzähle mir, warum du deine Flügel erhalten möchtest.“

Celia stutzte, da sie nicht mit einer so einfachen Frage gerechnet hatte.

„Ist das die einzige Frage?“

„Ja. Wenn es für dich mehrere Antworten gibt, erzähle mir bitte alle.“

„Ich möchte meine Heimatwolke verlassen.  Dann kann ich andere Wolkenlandschaften und Engelkinder kennenlernen. Arbeiten möchte ich auch unbedingt. So wie meine Tante, die für die Wolkenfarben zuständig ist.“

„Ist das alles?“

Sie wurde ein bisschen rot, nickte aber.

„Geh, ich kann dir deine Flügel nicht geben.“

„Was?“

Celias Augen füllten sich mit Tränen und sie sackte zusammen. Die dritte Regel lautete, dass jedes Engelkind reinen Herzens und ehrlich sein musste.

*Update* – Diese Woche leider kein Blogbeitrag (WP 5.0)

Hallo du,

 

nur ganz kurz: heute habe ich das Archiv der Fantasie auf das neue WordPress 5.0 geupdatet.

Das Backup, das ich vorher natürlich noch gemacht habe, habe ich zum Glück nicht gebraucht. Alles hat soweit gut funktioniert. Den neuen Editor „Gutenberg“ werde ich vorerst nicht verwenden, da mein jetziges Theme (noch) nicht mit diesem kompatibel ist. Also habe ich mir den alten Editor wieder per Plug-In zurückgeholt.

Ich prüfe gerade alle wichtigen Funktionen wie die SQL Tabelle, Spamfilter, Plug-Ins…

Soweit bin ich also glücklich mit diesen Veränderungen. Ich hoffe bei dir ist auch alles gut gelaufen (sofern du auch bei WP bist (; )

 

Als kleine Entschädigung für den ausfallenden Beitrag habe ich ein paar Bilder für dich. Bis bald (;

Beschneite Bäume über einem Fluss
Baumallee im Schnee
Eine Rose blüht noch

 

 

Liebe Grüße

Laura

*Rezension* – Diatar Kind des Lichts (Die Mondiar-Trilogie 1) von Ina Linger

*Werbung, da kostenloses Rezensionsexemplar*

*Diese Rezension enthält keine Spoiler*

*Triggerwarnungen: Das Buch enthält: Kämpfe, Blut, Tod, Krankheit, Sex*

 

Hallo du,

Heute gibt es wieder mal eine Rezension über einen Fantasyroman, der mich mehrfach positiv überrascht hat. Diatar Kind des Lichts ist der erste Teil einer Trilogie. Ina Linger hat diese Romanreihe im Selfpublishing veröffentlicht.

 

Eckdaten zum E-book

 

Autorin: Ina Linger

Originalausgabe:  2016 Ina Linger

Seiten: 340

 

Gesamteindruck:

Gleich zu Beginn wird der Leser/die Leserin in den Prolog hinein geworfen. Aus der Sicht von Jaro, einem Jungen aus dem Volk der Diatar, erleben wir  wie ein Feuer sein Dorf zerstört. Doch Jaro hatte nur geträumt und wachte unversehrt in seiner Hütte auf. Wir erfahren, dass das Volk der Monandor die Feinde seines Volkes sind.

Die Diatar können in der Nacht fast nichts sehen, wohingegen die Monandor das Licht der Sonne nicht vertragen. Die beiden Stämme haben sich genau einen Tagesmarsch voneinander angesiedelt, sodass keines von beiden das andere völlig besiegen kann. Zwischen ihnen ist ein Wald, in dem die Völker um Nahrungsmittel und Baumaterial kämpfen.

Der Protagonist Jaro hat in seinem Volk nur geringes Ansehen, da er sehr kränkliches Kind war. Er ist acht Jahre alt, als er so krank wird das sein Volk beschließt, ihn im Wald auszusetzen. Er erwartete den Tod, doch stattdessen findet ihn eine junge Monandor. Doch sie war gar kein Monster, wie die anderen Monandor gegen die sie so erbittert kämpfen. Die beiden entdecken, dass sie sich verständigen können.

Ihr Name war Risa. Sie gab ihm Medizin und brachte ihn in ein Versteck. Dort pflegte sie Jaro lange und schaffte es, seine Tod zu verhindern.

Jaro kehrt zu seinem Volk zurück. Doch durch das Treffen mit Risa ist er sich nicht mehr sicher, ob es richtig ist die Monandor zu jagen und zu töten. Und was hat es mit diesen Visionen auf sich? Risa und Jaro treffen wieder aufeinander, müssen sich aber noch oft verlieren, bis klar wird welche Aufgabe sie erfüllen müssen.

 

Positives:

Das Buch ist eine erfrischende Mischung aus Dystopie, (Low)-Fantasy und Beziehungsroman. Keines der Elemente drängt sich in den Vordergrund. So entsteht ein ausgewogenes Buch mit viel Spannung, gleichzeitig aber auch unglaublich feinfühligen Szenen.

In Rückblenden erfährt man mehr über die Vorgeschichte, sowie über die Zeiten in denen die Hauptcharaktere voneinander getrennt sind. Die Entwicklung der beiden Kinder bis zu jungen Erwachsenen fliest in all das mit ein. Letzteres ist ein interessanter Einblick, wie unterschiedlich sich Kinder in unterschiedlichen Umfeldern entwickeln. Die beiden Protagonisten waren mir sofort symphytisch und weder nervig noch anstrengend. Der Schreibstil ist angenehm und auch das Erzähltempo fügt sich gut ein.

Negatives:

Zu Anfang erhält der Leser/die Leserin meiner Meinung nach zu wenig Informationen. Die Story geht langsam voran, obwohl sich die beiden Hauptcharaktere da schon weit entwickelt haben. Hier fehlte mir manchmal die Motivation, lange Zeit am Stück zu lesen, da einfach nichts voranging/ich nicht ganz mitkam wo die Reise hingegen soll.  Das legte sich aber nach den ersten 30-40 Seiten.

Ein paar Rechtschreibfehler (ca. sieben Stück) sind mir trotz Lektorat und Co-Lektorat noch aufgefallen.

Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Da es eine Trilogie ist, habe ich keine Art von „Abschluss“ erwartet, aber für einen Chliffhänger war es nicht optimal gewählt. Ich hätte den Schluss etwas früher gesetzt.

Das Buchcover konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen. Der goldfarbene Lichteinfall macht schon etwas her, keine Frage. Aber wenn man alle drei Teile nebeneinander betrachtete, sind diese von Design her leider nicht sehr konsistent.

 

Empfehlungen:

Für dieses Buch konnte ich keine Altersempfehlung finden. Meine Empfehlung ist ab 14 Jahren oder älter. (siehe Triggerwarnungen ganz oben).

Dieses Buch kann ich allen empfehlen, für die Fantasy nicht in jedem Grashalm Magie beinhalten muss. Chrakterentwicklung, feinfühligkeit und Konfliktaufbau,- sowie Lösung sind die größten Stärken dieser Geschichte.

 

Diatar Kind des Lichts ist eines der frühesten Werke der Autorin und ich bin gespannt darauf zu lesen, ob sie in ihren neuesten Werken noch einen Hasen draufsetzen kann.

Bewertung:

4 von 5 Hasen

Diese Rezension ist subjektiv. Das Buch kann von jedem/jeder anders empfunden werden. Die Triggerwarnungen erstelle ich nach meinem persönlichen Empfinden.

*Lyrik* – Ein Schal, dreimal geschlungen

Morgenhimmel am Bahnhof

 

Ein Schal, dreimal geschlungen

 

Seit zwei Schritten im Flur

Ein Paar Schuhe

als Barriere zwischen dir und der Welt

 

Wozu sind Reihenfolgen gut

 

Ein linker Handschuh

Ein Paar Beinstulpen

die Schuhe verlängernd

 

Ein rechter Handschuh

Ein Schal, dreimal geschlungen

als Schutz vor Worten, Richtung Herz

 

Keine Mütze, den Weg für Freiheit