*Lyrik* – Höhenflug

Höhenflug

 

Ich war blind, als ich den Berg hinaufstieg.

War taub als Stimmen mich zurück riefen.

Ich war unfähig zu fühlen als Hände nach mir griffen,

um mich zurück, auf den Boden zu bringen.

War herzlos als ich sie alle von mir stieß.

Jetzt bin ich einsam, oben auf dem Gipfel.

4 Antworten zu “*Lyrik* – Höhenflug”

  1. Aber dein Aufstieg in kalte Höhen hatte den Sinn, dass du jetzt klarer siehst 🙂

    Welt-Klugheit

    Bleib nicht auf ebnem Feld!
    Steig nicht zu hoch hinaus!
    Am schönsten sieht die Welt
    Von halber Höhe aus.

    Friedrich Nietzsche

  2. Ich erlebe, dass manche Menschen im Alter einsam werden, weil sie dann erst merken, dass sie so wie in deinem Gedicht, viele Stimmen und Hände von sich gestoßen haben. Wenn sie dann auf diese helfenden Freunde warten, merken sie, dass sie jetzt initiativ werden müssen und auf Menschen zugehen müssen und dann ist es oft schwieriger wegen der Bedingungen des Alters, wo man oft nicht mehr so gut hört, sieht und sich bewegen kann. Ich denke, den Berg hinauf gehen ist schon richtig, aber auch mal schauen, wer mit wandert wäre gut. LG Susanne

    1. Hallo Susanne,
      herzlich willkommen auf meinem Blog 🤗 Danke für deine Interpretation. Diese Schwierigkeiten die du beschreibst treffen nicht nur ältere Menschen. Es reicht schon, seinen Geist zu verschließen und man steht alleine da.

      Liebe Grüße

      Laura

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