*Mitmach-Aktion* – Wort-Recycling (Schreibaktion)

Hallo du,

am Samstagmorgen habe ich den Briefkasten geleert und auf den ersten Blick nichts interessantes darin gefunden. Nur Werbung, teilweise sogar noch in Plastik verpackt. Ein Brief mit dem Aufdruck „Sofort öffnen!“, Möbelhaus Nummer eins bis drei, das Käseblatt der Region. So weit, so nervig.

Das Konzept, nach vorgegeben Worten zu schreiben ist alt und wohl jedem Schreiberling/ jeder Schreibenden schon über die Tastatur gelaufen.

In dieser Schreibübung geht es darum, dass du dir deine eigenen „Inspirationswörter“ aus den Prospekten aussuchst. Aus Alltäglichem etwas Neues schaffen.

Regeln:

  • Schreibe was du möchtest anhand der Wörter die dich ansprechen
  • Teile, poste, like wenn du möchtest
  • Bitte gib als Credit, Quelle, etc. meinen Blog/Blognamen z.B. als Link an damit andere nachvollziehen können, woraus dein Text entstanden ist und jeder die Aktion nachlesen kann
  • Bitte beachte die Regeln der Höflichkeit, Fairness und Selbstbestimmung. Nachdem ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe empfehle ich, soweit nötig, Triggerwarnungen für deinen Text.

Viel Spaß (;


Hier ist mein spontaner Text mit den Wörtern: Zeit, Naturkraft, Frieden, gefunden, singt.

Der Wunsch nach Frieden

Ich legte meine Hand an die Rinde des Baumes. „Der Baum, er singt.“ sagte Kalla und trat zu mir. Sie lehnte sich mit der Stirn gegen die glatte, mit Flechten und Moos bewachsene Rinde. >>Es ist eine traurige Melodie.<< entgegnete ich. >>Wieso müssen wir mit den Houk Krieg führen? Sie sind uns ähnlich, sie brauchen die gleichen Dinge.<< Ich schwieg. Kalla redete weiter, besann sich dann aber doch auf ihre Aufgabe. Wir mussten den Baum beschützen. Die Zeit, die wir uns nahmen hatten wir nicht. Die Kraft die wir aufbrachten, besaßen wir kaum mehr. Ich spürte wie die Houk näher kamen. Sie waren rasend vor Eifersucht weil wir, die Soo, die Aufgabe hatten den Baum zu beschützen und daraus auch Nutzen für uns ziehen konnten.

Aber wir hatten immer mit den Houk geteilt. Seit der Sohn des Oberhauptes dessen Platz eingenommen hatte, waren die Houk streitlustig geworden. Sie hatten uns gefunden. Ich verband meine letzten vorhandenen Kräfte mit dem Gesang des Baumes, spürte Kalla neben mir das gleiche tun. Die Naturkraft floss von den Wurzeln des Baumes bis in die Blattspitzen, durch mich und Kalla hindurch und verband uns zu einer Einheit. Mein letzter Gedanke war der Wunsch nach Frieden.

15 comments

  1. Herzkoma says:

    Schönes Gleichnis. Wir kommen alle aus der Natur und sind auf die Natur angewiesen. Anstatt zu streiten, sollten wir zusammen dem Singen des Baumes zuhören, denn er war vor uns auf der Welt und sein Gesang ist weiser als jedes Menschenwort. So Schriftsteller wie dich braucht die Welt nötiger denn je. Meine Unterstützung ist dir gewiss. Ich reblogge schon mal, wenn du nichts dagegen hast. Du brauchst viele Leser, weil du für Frieden bist. Frieden ist auch mein Ziel, obwohl ich manchmal auch kämpfen muss. LG PP 🙂

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