*Rezension* – Yrub Gefangende der Ferne von C.K. Moises

*Werbung, da kostenloses Rezensionsexemplar*

*Diese Rezension enthält keine Spoiler*

*Triggerwarnungen: Gewalt, Kämpfe, Blut, Psychische Belastung, Vergewaltigung, Tod*

 

Hallo du,

heute gibt es für mich eine kleine Premiere. Yrub Gefangene der Ferne ist das erste Rezensionsexemplar das ich angenommen habe. Deshalb auch die Kennzeichnung als Werbung.

Eckdaten zum E-book:

Autorin C.K. Moises

Cover: oliviaprodesign

Buchformatierung: Derek Murphy

Seiten: 171

Erste Ausgabe im Juli 2018

 

Gesamteindruck:

Yrub erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Menschen die durch Schicksal und Lebensumstände zusammen auf einem gestohlenen Segelschiff landen. Sie fliehen vor schlechten Menschen, ihrer eigenen Vergangenheit oder vor sich selbst. Die Welt besteht zwar aus erfunden Völkern, weist aber eher wenige fantastische Elemente auf.

 

Positives:

Die Grundidee einer Flucht auf einem Schiff in einem fantastischen Setting ist erfrischend und geht mit einem tollen Buchcover einher. Jeder Charakter hat sein eigenes Bündel zu schleppen, was sie glaubhafter und echter erscheinen lässt. Das Buch enthält viele tolle Ansätze und Ideen.

Die düstere Welt passt als Setting zu den Hauptcharakteren, die sich oft in ihren eigenen Gedanken verstricken. Als sie länger mit dem Schiff unterwegs sind und ihnen Nahrung und Wasser ausgehen beschreibt die Autorin dies sehr geschickt. Man spürt richtig wie sie durch den Wassermangel ihr logisches Denken und Handeln verlieren.

 

Negatives:

Leider hat mir das Buch trotz der positiven Punkte  nicht gefallen. Rechtschreibung und Grammatik weisen einfach noch zu viele Fehler auf, einmal habe ich einen ganzen Satz zweimal hintereinander stehend  gefunden.

Vor allem die vielen Logikfehler haben das lesen erschwert. Auf einmal „trippelt“ ein Charakter obwohl er sich gerade in akuter Gefahr befindet. Ein andermal stellt jemand einen Gegenstad „auf“ eine Kajüte.

Zudem war ich leider sehr oft verwirrt. Der häufige Wechsel zwischen den Charakteren als Erzähler/in zusammen mit den verworrenen Gedanken ebendieser hat es mir schwer gemacht. Ich musste zurückblättern, nachlesen und konnte mir trotdem vieles nciht erklären.

Zu den Problemen der Charaktere: Es ist schön, dass niemand von ihnen eine weiße Weste hat. Doch auch das Ende des Buches bietet keine wirkliche Auflösung und viele Sachen werden nie abschließend geklärt. Dies könnte zwar im zweiten Band nachgeholt werden, ist aber für mich als Leser trotzdem unbefriedigend.

Für mich war das Buch stellenweise einfach zu brutal, ohne dass dadurch große Spannung oder Mitgefühl bei mir aufkamen. Gefühlt fünfmal steigt jemand mit dem Fuß in einen spitzen Gegenstand.

Die fantastischen Elemente sind unwichtig und tragen nichts zur Story bei. Die Fische die nach Orange riechen werden zum Beispiel in einem einzigen Satz erwähnt und tauchen dann nie wieder auf.

 

Empfehlungen:

Ich kann dieses Buch leider eher nicht weiterempfehlen. Jugendlichen würde ich es erst ab 16 Jahren in die Hand geben. Es ist schade, denn viele gute Ansätze wurden einfach nicht gut oder gar nicht mehr umgesetzt. Viel verschenktes Potenzial und zu viele Logik,- und Grammatikfehler. Der Kern des Problems ist nach meiner Ansicht, dass die Autorin das geschrieben hat, was sie vor ihrem inneren Auge sieht. Leser müssen sich diese Bilder erst erarbeiten.

 

Bewertung:

2 von 5 Hasen

Diese Rezension ist subjektiv. Das Buch kann von jedem anders empfunden werden. Die Triggerwarnungen erstelle ich nach meinem persönlichen Empfinden.

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