Kategorie: Lyrik

*Lyrik* – Experimente mit Industrieposie

Hallo du,

 

heute hatte ich richtig Lust, auf ein paar lyrische Experimente. Gedichte lassen sich in unendlich viele Kategorien einteilen. Nach Epochen, nach sprachlichen Struckturen, nach Farbe?

Heute möchte ich mich der „Industrieposeie“ experimentiere. So wie es Urbanfotografie gibt, könnte es doch Lyrik geben, die aus dem Habitat der Stadt entwächst. Die Gedanken in ungewohnte Richtungen zu lenken hat mir schon eineige meiner liebsten Gedichte beschert. Dieses hier mag ich auch ganz gerne, aber es geht noch besser.

 

Stadtrhythmus

 

Der Schweif der Katze wippt

im Takt der Stadt

Ihre Augen reflektieren deine Gefühle

 

Pfützen auf dem Teer

beherbergen deine Tränen

gelöst in Regenwasser

 

Die Tauben gurren

schneller als dein Herz heut schlägt

Semmelbrösel unter den Schuhen

 

Deine Finger tippen an jede Zaunlatte

Das Baumherz schlägt

schon lang nicht mehr

 

*Erfahrungsbericht* – Mein Gedicht in einer Anthologie

Hallo du,

 

Warnung: Matthias Matting hat mich über die Selfpublisher-Gruppe auf Facebook darüber aufmerksam gemacht, dass an verschiedenen Stellen vor der „BdG“ gewarnt wird. Ich hatte zwar keine negativen Erfahrungen, werde das aber natürlich recherchieren und in den Beitarg einarbeiten.

 

Bis der Beitrag bearbeitet ist, diesen bitte mit vorsicht genießen. Hier der alte Beitrag:

 

ich kann gar nicht glauben, dass ich nie richtig darüber geschrieben habe. Letztes Jahr durfte ich eines meiner Gedichte den gesammelten Werken der „Bibliothek deutschsprchiger Gedichte“ veröffentlichen. Ich habe nichts gewonnen (Die ersten Plätze können jedes Jahr Geld und Sachpreise gewinnen) aber das macht gar nichts.

Alleine, dass eines meiner Gedichte von jemand Fremden für „okay genug“ befunden und in die Welt geschickt wurde, ist fantastisch. Ein ganz anderes Gefühl, als selbstbestimmt etwas zu veröffentlichen. Man gibt einen Teil seiner Kontrolle ab und gewinnt dadurch an anderer Stellen.

Für mich ist es eine ganz große Sache, für die Betreiber nur ein paar einzelne Worte in einem jährlich erscheinenden (sehr dicken) Gedichtband.

Meine Erfahrungen:

 

Oft erfordern Schreibwettbewerbe und Ausschreibungen viel zusätzliche Arbeit. Da das Thema für das eingereichte Gedicht immer frei wählbar ist, hat man es hier sehr leicht. Das Gedicht darf sogar schon veröffentlicht worden sein.

Die Teilnahme an der Auslosung war unkompliziert und ich werde bestimmt wieder daran teilnehmen.

Auch für Informationen über Dichter und Dichterinnen eignet sich diese Webseite sehr gut. Ein weiteres lustiges Feature ist der „Reimautomat“ der nach Eingabe einer Wortendung mögliche, passende Worte ausspuckt. Reime müssen für mich zwar nicht unbedingt ins Gedicht, aber manchmal geben sie das gewisse etwas.

Negativ fand ich nur, das ich nun immer mal wieder Werbung im Briefkasten habe, was in Zeiten von E-Mails nun wirklich nicht mehr sein müsste. Auch um die Umwelt zu schonen würde ich es begrüßen, wenn diese Werbung in Zukunft nicht mehr zu mir nach Hause kommt.

Einen eigenen Gedichtband erstellen?

 

Die Bibliothek der deutschsprachigen Gedichte bietet auch an, einen Gedichtband herzustellen und für dich zu veröffentlichen.

Ich möchte hier keine Ratschläge geben. Überprüfe dieses Angebot und vergleiche es mit anderen Möglichkeiten. Eine Veröffentlichung über Distributoren kostet oft nicht viel.

 

Ich hoffe dieser Erfahrungsbericht hat dir geholfen. Wenn du mich und diesen Blog unterstützen möchtest, würde ich mich freuen, wenn du auf meiner Patreonseite vorbeischaust.

 

*Lyrik* – Ein Schal, dreimal geschlungen

Morgenhimmel am Bahnhof

 

Ein Schal, dreimal geschlungen

 

Seit zwei Schritten im Flur

Ein Paar Schuhe

als Barriere zwischen dir und der Welt

 

Wozu sind Reihenfolgen gut

 

Ein linker Handschuh

Ein Paar Beinstulpen

die Schuhe verlängernd

 

Ein rechter Handschuh

Ein Schal, dreimal geschlungen

als Schutz vor Worten, Richtung Herz

 

Keine Mütze, den Weg für Freiheit

*Lyrik* – Sie können auch mit Zeit bezahlen / Glockenklang im Silbermeer

Sie können auch mit Zeit bezahlen

 

Ein Schaufesnter für bunte Träume

Nach Farbwärme sortiert.

Ein Traum für eine handvoll Münzen.

 

Sie können auch mit Zeit bezahlen,

stehet auf einem weißen Schild.

 

 

 

Glockenklang im Silbermeer

 

Atme ein – es ist nicht schwer!

Rette deine Seele jetzt

Bevor sie blutet – schwer verletzt

 

Sieh den Tanz der Regentropfen

Wie sie auf dein äußeres klopfen

Bringen Wahrheit dir zurück

Das größte Stück vom wahren Glück

 

Rauch verhüllt die Spuren schnell

Glocken klingen glockenhell

 

 

*Lyrik* – Zwei kurze Gedichte zum Winteranfang

Lyrik zum Winteranfang, die erste winterliche Dekoration

 

Hallo du,

heute habe ich zwei neue Gedichte für dich, viel Spaß (;

 

*Das erste Gedicht habe ich am 30. November bereits auf meinem Twitteraccount geteilt*

 

Stimmung verrutscht

 

Ich strecke mich

der eisigen Luft entgegen

entgegen meiner Stimmung

Stimmung verrutscht nach unten

der eisigen Luft entgegen

Ich strecke mich

um sie zu fangen

entgegen meiner Stimmung

der eisigen Luft entgegen

 

 

Flockenregnend

 

Schneegestöber nur im Kopf

Flockenregnend, passt nicht mehr

 

Schüttelkrampf und Tränenwut,

Gelassenheit,  erfriert  hier nur

 

Schneeflocken bestehen aus Zeit

Verkehrter noch als sonst schon immer.

 

Suchende auf Wissen gehetzt,

Schuhe knischen nur im Schnee

 

 

*Lyrik* – doch lieber gestern und morgen als heute

Schreibblockade. Hat es vielleicht mit dem Chaos auf meinem Schreibtisch zu tun?

doch lieber gestern und morgen als heute

 

Warum kann ich manchmal nicht schreiben?

Tage, Wochen, Mondzyklen vergehen.

Soll ich mich zwingen, in Stahlketten fesseln,

die Flügel die Schreiben verleiht einfach stutzen?

 

Ewigkeiten vor leeren Seiten, vor neuen Stiften

mit leerem Kopf.

 

Es kann fast überall passieren, im Auto im Zug, durch Sonnenschein.

Das es mich packt, wie im Fieber zu testen.

 

Hat ein alter Zeitungsreporter, noch Lust auf die Worte, die er da tippt?

Jeder einzelne Tag ist zu kostbar, um sich zu quälen und einzusperren.

Ich schreibe mit Lust, mit Freiheit und Freude,

doch lieber morgen und gestern als heute.

*Lyrik* – Geisterkaffee (ein lustiges Gedicht)

Schokoladencroissant

Hallo du,

 

heute habe ich ein albernes Gedicht für dich. Ich finde es wichtig, dass ich mich selbst nicht zu ernst nehme und dir auch Texte zeige, die nicht so toll sind. Vielleicht bringt es dich zum Schmunzeln. Halloween ist zwar schon vorbeit, aber der ein oder andere Geist schwebt bestimmt noch durch deinen Dachboden.

 

Geisterkaffee

 

Geschäumt, geschüttelt, durchgerührt

Heiß serviert, kalt gebrüht?

Bohnen duften in der Mühle

Hilft wenn ich mich müde fühle

 

Doch wer bleibt schon gern allein

Ein Kuchen muss doch möglich sein

Verputzt, vernascht, verschlungen

Kalorien gezählt, Wage verschwunden?

 

Verquatscht, getratscht, gelacht

Leben erzählt, Gerücht verflucht

Geheimnis sickert durch Wände

Deine Blicke sprechen Bände

 

Zum Verstehen warst du zu klein

Ein Geist soll hier gewesen sein

Gegruselt, gerannt, versteckt

Geist gesehen, alles geleugnet

 

Eingeschenkt, einverleibt, getrunken

Tasse geleert, Kaffee blieb nicht lange verschwunden

Denn auf dem Dachboden sitzt der Geist

Trinkt Geisterkaffee und isst durchsichtigen Kuchen

 

 

 

 

*Lyrik* – Ein Licht

Ein Stück unter der Wasseroberfläche,

schwebt ein Lichtpunkt.

Es gibt Legenden, Sagen, Mythen.

Doch nirgendwo steht schwarz auf weiß,

dass Lichter treiben weit entfernt, von jeder Folgerichtigkeit.

Doch wenn wir schon beim folgen sind – so folge doch dem Licht!

 

Du wirst staunen was du siehst.

 

Es führt  hinab in dunkle Welten

Zermürbend, schrecklich, wunderselten

Je nachdem was du erwartest, was dein Kopf für richtig hält.

Dieses Spiel, ist nur für dich.

 

Prustend tauchst du wieder auf, Haare triefen, Kleidung auch.

Alle fragen was passierte,

Doch du kannst Ihnen gar nicht sagen

Da war ein Licht und dann?

 

*Lyrik* – Gedichte in 280 Zeichen aus meinem Twitteraccount

Hallo du,

 

ich liebe Twitter. Es ist ein Medium mit eigenen Regeln. Für mich für das Vernetzen und Teilen von Wissen unschlagbar.

Am Anfang habe ich Twitter für fast alles genutzt, aber mit der Zeit habe ich festgestellt, das manche Sachen eben doch besser in andere social media Kanäle passen.

Diese kleinen Gedichte, die ich unter dem #ArchivLyrik gepostet hatte, möchte ich somit gerne auf meinem Blog archivieren und, am wichtigsten, ich möchte sie dir nicht vorenthalten, falls du nichts mit Twitter anfangen kannst.

 

Ein Rhythmus fliegt vorbei

getrieben vom Sommerwind

Auf dem Weg zum Himmel

Fang ihn um ihn freizulassen

Zikaden entarten wenn Fragen

im Sommerwind zerfasern

Hier geht es weiter