*Lyrik* – Morgentau im Federkleid

Grünschattierung auf den Gräsern. Gräser auf dem Feld. Felder bis zum Horizont.   Regentropfen in den Wolken Wolken schweben hoch am Himmel Himmel ist der Rand der Welt   Blaue Streifen auf den Federn. Morgentau im Federkleid. Flügelschläge in der Stille, stille wird Unendlichkeit.

*Lyrik* – Verschüttet aber nie vergessen

Verschüttet aber nie vergessen   Geboren aus Frust und gestärkt durch Lethargie Gezähmt durch Tag um Tag Verschüttet aber nie vergessen, wartet auf dich.   In der äußeren Welt nur selten gebraucht Entfaltet sich sein Wert, wenn niemand damit rechnet. Eine Kleinigkeit reicht, zu brennen.   Es beginnt wie Tau am Morgen Erfrischend und schön…

*Lyrik* – Die seltene Spezies der freien Träumer

Die seltene Spezies der freien Träumer Abschätzig beäugt, belächelt, verkannt Nur dafür, das wir tun was wir sind, das wir leben wie wir können. Andere haben eine Welt, zerfressen von Misstrauen und Argwohn Ein Träumer hat so viele Welten, wie das Universum Sterne zählt, wie Staubkörner im Sonnenlicht tanzen so viele wie Tropfen im Meer,…

*Kurzgeschichte* – Mein Zitronenfalter

*Triggerwarnung: Trauerbewältigung* Mein Zitronenfalter …Aufgrund von veränderten Umwelteinflüssen sterben viele Arten aus und… Ich zucke zusammen und sehe mich verwirrt um. Irgendwann sickert die Information zu mir durch, dass es der Fernseher ist, der mich aufgeweckt hat. Mann muss ich fertig gewesen sein, wenn ich schon beim Fernsehen eingeschlafen bin. …In einigen Kulturen glaubt man…

*Lyrik* – Blick aus dem Fenster

Blick aus dem Fenster   Regen auf den letzten, braun gebrannten Blättern. Grau verschleiert der Sternenhimmel, kalt umfasst das Leben aller. Leise ziehen Krähen Kreise, sehn die Welt auf Ihre Weise. Grünes Gras aus Plastik bleibt, Treibt im Meer für lange Zeit. Wasser auf der Straße glänzt. Zäune sperren aus das Draußen. Sieh hinter des…

*Lyrik* – Panoramablick

Panoramablick   Die Wolken rennen rastlos Von starkem Wind getrieben   Süßer Regen tropft vom Himmel Dunkelt den sandigen Boden   Die Luft wird kühl und schwer Schafft Hektik, dann Ruhe   Denn Blitze zucken unverwandt Angst in vielen Augen   Wind peitscht, Regen tropft, Blitze zucken, Donner kommt in Schüben Dieser Panoramablick ist mir…

*Lyrik* – Zermürbendes zerdenken

Zermürbendes zerdenken verrenken Mit Sandpapier abschleifen bis zur Wurzel Die Wurzel als Übel oder Zeichen der Verzweigtheit der Gänge im Gehirn durch die Gedankengänge gegraben werden Graben im Gehirn und alles finden, dass man aufgehoben hat weil man es ja nochmal brauchen könnte. In Hirnwindungen verschwunden, verirrt, zerschunden Der Gedanke der gerade noch da war…

*Lyrik* – Monster der Neuzeit

Monster der Neuzeit   Warum verliert das schönste Gut, durch dauerhafte Selbstpräsenz An schillernder Lebendigkeit. Als Teil der meisten Menschenleben von Neu zu Neu umherzuspringen Altes landet irgendwo, im Dreck der Zivilisation. Gesehen, gekauft und gleich vergessen – Gleichgültigkeit hat es gefressen. Die Monster tragen Namen. Neid, Missgunst und Gier.  

*Lyrik* – Schlaflos

Schlaf perlt ab von meinem Körper Die dicken, zähen Tropfen fallen ungenutzt hinab in die Schwärze Ich treibe wie ein Blatt auf schwarzem Fluss aus Schlaf. Kein Gewicht, das mich hinabzieht. Kein Wille. Will gurgelnd eingesaugt werden – gebe mich hin und auf In das Vergessen. Treiben in der Leere

*Lyrik* – In den Schatten

In den Schatten   Fehler, Fehler komm zu mir ich rufe dich und will dich nicht. Wiederholungen bestimmen Tränenüberströmt umklammere ich das Lenkrad,  Instinkt übernimmt das Gaspedal Immer wieder finde ich mich hier Wieder und wieder die gleichen falschen Entscheidungen die mich höhnisch winkend zu sich rufen und ich schreie und sie hören mich, folgen…