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*Rezension* – Diatar Kind des Lichts (Die Mondiar-Trilogie 1) von Ina Linger

*Werbung, da kostenloses Rezensionsexemplar*

*Diese Rezension enthält keine Spoiler*

*Triggerwarnungen: Das Buch enthält: Kämpfe, Blut, Tod, Krankheit, Sex*

 

Hallo du,

Heute gibt es wieder mal eine Rezension über einen Fantasyroman, der mich mehrfach positiv überrascht hat. Diatar Kind des Lichts ist der erste Teil einer Trilogie. Ina Linger hat diese Romanreihe im Selfpublishing veröffentlicht.

 

Eckdaten zum E-book

 

Autorin: Ina Linger

Originalausgabe:  2016 Ina Linger

Seiten: 340

 

Gesamteindruck:

Gleich zu Beginn wird der Leser/die Leserin in den Prolog hinein geworfen. Aus der Sicht von Jaro, einem Jungen aus dem Volk der Diatar, erleben wir  wie ein Feuer sein Dorf zerstört. Doch Jaro hatte nur geträumt und wachte unversehrt in seiner Hütte auf. Wir erfahren, dass das Volk der Monandor die Feinde seines Volkes sind.

Die Diatar können in der Nacht fast nichts sehen, wohingegen die Monandor das Licht der Sonne nicht vertragen. Die beiden Stämme haben sich genau einen Tagesmarsch voneinander angesiedelt, sodass keines von beiden das andere völlig besiegen kann. Zwischen ihnen ist ein Wald, in dem die Völker um Nahrungsmittel und Baumaterial kämpfen.

Der Protagonist Jaro hat in seinem Volk nur geringes Ansehen, da er sehr kränkliches Kind war. Er ist acht Jahre alt, als er so krank wird das sein Volk beschließt, ihn im Wald auszusetzen. Er erwartete den Tod, doch stattdessen findet ihn eine junge Monandor. Doch sie war gar kein Monster, wie die anderen Monandor gegen die sie so erbittert kämpfen. Die beiden entdecken, dass sie sich verständigen können.

Ihr Name war Risa. Sie gab ihm Medizin und brachte ihn in ein Versteck. Dort pflegte sie Jaro lange und schaffte es, seine Tod zu verhindern.

Jaro kehrt zu seinem Volk zurück. Doch durch das Treffen mit Risa ist er sich nicht mehr sicher, ob es richtig ist die Monandor zu jagen und zu töten. Und was hat es mit diesen Visionen auf sich? Risa und Jaro treffen wieder aufeinander, müssen sich aber noch oft verlieren, bis klar wird welche Aufgabe sie erfüllen müssen.

 

Positives:

Das Buch ist eine erfrischende Mischung aus Dystopie, (Low)-Fantasy und Beziehungsroman. Keines der Elemente drängt sich in den Vordergrund. So entsteht ein ausgewogenes Buch mit viel Spannung, gleichzeitig aber auch unglaublich feinfühligen Szenen.

In Rückblenden erfährt man mehr über die Vorgeschichte, sowie über die Zeiten in denen die Hauptcharaktere voneinander getrennt sind. Die Entwicklung der beiden Kinder bis zu jungen Erwachsenen fliest in all das mit ein. Letzteres ist ein interessanter Einblick, wie unterschiedlich sich Kinder in unterschiedlichen Umfeldern entwickeln. Die beiden Protagonisten waren mir sofort symphytisch und weder nervig noch anstrengend. Der Schreibstil ist angenehm und auch das Erzähltempo fügt sich gut ein.

Negatives:

Zu Anfang erhält der Leser/die Leserin meiner Meinung nach zu wenig Informationen. Die Story geht langsam voran, obwohl sich die beiden Hauptcharaktere da schon weit entwickelt haben. Hier fehlte mir manchmal die Motivation, lange Zeit am Stück zu lesen, da einfach nichts voranging/ich nicht ganz mitkam wo die Reise hingegen soll.  Das legte sich aber nach den ersten 30-40 Seiten.

Ein paar Rechtschreibfehler (ca. sieben Stück) sind mir trotz Lektorat und Co-Lektorat noch aufgefallen.

Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Da es eine Trilogie ist, habe ich keine Art von „Abschluss“ erwartet, aber für einen Chliffhänger war es nicht optimal gewählt. Ich hätte den Schluss etwas früher gesetzt.

Das Buchcover konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen. Der goldfarbene Lichteinfall macht schon etwas her, keine Frage. Aber wenn man alle drei Teile nebeneinander betrachtete, sind diese von Design her leider nicht sehr konsistent.

 

Empfehlungen:

Für dieses Buch konnte ich keine Altersempfehlung finden. Meine Empfehlung ist ab 14 Jahren oder älter. (siehe Triggerwarnungen ganz oben).

Dieses Buch kann ich allen empfehlen, für die Fantasy nicht in jedem Grashalm Magie beinhalten muss. Chrakterentwicklung, feinfühligkeit und Konfliktaufbau,- sowie Lösung sind die größten Stärken dieser Geschichte.

 

Diatar Kind des Lichts ist eines der frühesten Werke der Autorin und ich bin gespannt darauf zu lesen, ob sie in ihren neuesten Werken noch einen Hasen draufsetzen kann.

Bewertung:

4 von 5 Hasen

Diese Rezension ist subjektiv. Das Buch kann von jedem/jeder anders empfunden werden. Die Triggerwarnungen erstelle ich nach meinem persönlichen Empfinden.