Schlagwort: Schreiben

*Erfahrungsbericht* – Die Aufmerksamkeitsspanne (Schreiben)

Hallo du,

an diesem Dienstag, einem Feiertag, wollte ich mich zum ersten Mal einen ganzen Arbeitstag lang dem Autorin sein widmen. Nach einem entspannten Frühstück setze ich mich mit Laptop, Ladekabel und einem Krug voll Wasser an den (sogar aufgeräumten) Schreibtisch. Manuskript geöffnet, heute würde ich mit meinem Roman ein großes Stück weiterkommen.

Tja, irgendwie nicht.

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*Mitmach-Aktion* – Wort-Recycling (Schreibaktion)

Hallo du,

am Samstagmorgen habe ich den Briefkasten geleert und auf den ersten Blick nichts interessantes darin gefunden. Nur Werbung, teilweise sogar noch in Plastik verpackt. Ein Brief mit dem Aufdruck „Sofort öffnen!“, Möbelhaus Nummer eins bis drei, das Käseblatt der Region. So weit, so nervig.

Das Konzept, nach vorgegeben Worten zu schreiben ist alt und wohl jedem Schreiberling/ jeder Schreibenden schon über die Tastatur gelaufen.

In dieser Schreibübung geht es darum, dass du dir deine eigenen „Inspirationswörter“ aus den Prospekten aussuchst. Aus Alltäglichem etwas Neues schaffen.

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*Mitmach-Aktion* – Ich bin… – Schreibaktion zum Jahresanfang 2018

Hallo du,

heute, an diesem besonderen Tag im Jahr, dem ersten Tag in 2018, möchte ich dich einladen, eine Bestandsaufnahme deines Lebens zu schreiben.

Ich habe keinen Jahresrückblick geschrieben, weil ich nicht in die Vergangenheit blicken möchte, auch nicht in die Zukunft sondern dem Moment so nah wie möglich kommen möchte.

So funktionierts:

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*Schreibgefühl* 3. – Kälteschutz

Schreibgefühl 3. – Kälteschutz

 

Welcher Wochentag heute ist? Ich weiß nicht, im Kalender würde es stehen.  Ich begreife, dass mir etwas entgleitet. Nichts, dass sich einfach beschreiben ließe. Vielleicht die Freude, aber Wut und Verzweiflung habe ich bereits hinter mir. Das letzte Aufbäumen schon geschehen und was kommt danach? Emotionen, durch liebe Worte oder Musik ertrage ich nicht mehr. Nur noch Schreiben. Hier kann ich die Intensität selbst bestimmen.

Ich schreibe und schreibe, die Worte erwärmen mein Herz. Ein paar Grad Celsius über dem Gefrierpunkt.

 

*Schreibgefühl* 2. – Wie Blitz und Donner

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An einem Sonntag an dem die Straßen leer, dafür Wohnzimmer und Kneipen voll waren, wagte ich es einen Spaziergang zu machen. An diesem Tag, wo doch eigentlich jeder von diesem einen, großen Sportereignis von seinen Problemen abgelenkt werden sollte. Einer dieser Tage, an denen die Politik gerne umstrittene Gesetze durchboxte, weil keiner hinschaut. Da wagte ich es nicht vor einem Fernseher zu sitzen, nicht einmal das Radio mit Live Updates laufen zu lassen. Und Newsfeeds der Nachrichtenseiten hatte ich auch nicht abonniert. Ich wanderte alleine durch die Stadt. Bis zum Stadtrand und schließlich einen Schotterweg zwischen Feldern und Wiesen entlang. Es war später Nachmittag, das Sportereignis würde erst in einer Stunde beginnen. Doch die allerwichtigsten Infos und unglaublich präzise Vorhersagen von Fachleuten gab es ja immer vor dem Sport. Und währenddessen. Und danach.

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*Erfahrungsbericht* Gib den Lesern was sie wollen (Schreibtipp)

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Hallo du,

hast du schon mal daran gedacht deine Leser auszunutzen? Was ich damit meine?

Du sollst deine Fans an der Nase herum führen, Brot ausstreuen und dann einen Monsun alles  wegschwemmen lassen. Deinen Prota in die Wüste schicken, und ihn nicht mit Wasserproblemen sondern mit Sand in den Schuhen ärgern.

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*Kurzgeschichte* – Die Legende vom Grasmädchen

 

Die Legende vom Grasmädchen

Ihr Kleid war weiß wie Wolken, wehte im Wind wie lange Grashalme. Es reflektierte die Sonne wie die Halme der Weizenähren an sonnigen, windigen Tagen. Ihre Fingernägel glänzten wie das innere von Mohnblüten. Strohblond waren ihre Haare im Sommer, hellbraun im Winter. Wie gefrorene Erde. Morgens trank sie den Tau, mittags aß sie Samen und Beeren und abends badete sie im Licht der schwindenden Sonne.

Es hieß, sie züchtete Grassamen, die schneller und dichter wuchsen als jedes andere Gras. Es machte die Tiere schneller und länger satt und so kauften die  Bauern bei ihr jedes Jahr die Samen. Von diesem Geld kaufte sich das Mädchen das  Jahr über Brot das ihr ein Bote in einem Korb bis an den Rand ihrer Heimatwiese trug.

Wenn die Sonne zu heiß schien, wuchsen die Halme um sie herum in die Höhe und bildeten einen dichten Schutzwall um sie, ebenso wenn es regnete. Wenn der Winter kam fiel das Grasmädchen in einen tiefen Schlaf. Auch hier schützten die Grashalme sie vor Nässe und Kälte, selbst der Schnee fiel in einem Umkreis von einigen Metern nicht nieder und drückte so die Halme nicht platt. Hier geht es weiter